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Wissen

Was kostet eine SEO-Agentur? Diese Faktoren bestimmen den Preis

Der Preis einer SEO-Agentur hängt von Ausgangslage, Wettbewerb, Umfang und Abrechnungsmodell ab. Welche Faktoren die Kosten treiben.

Kurz beantwortet

Wer nach den Kosten einer SEO-Agentur sucht, hätte gern eine Zahl. Der Preis folgt dem Aufwand, und wie groß der Aufwand ist, entscheiden fünf Dinge: wie viel an Ihrer bestehenden Website repariert werden muss, wie hart der Wettbewerb um Ihre Suchbegriffe ist, wie weit der Auftrag reicht, wie lange Sie dabeibleiben und wie abgerechnet wird. Wer diese fünf Punkte für den eigenen Betrieb klärt, vergleicht Angebote sinnvoll statt nur Endsummen.

Die Ausgangslage: Was Ihre Website heute leistet

Der größte einzelne Kostenfaktor ist der Zustand, in dem eine Agentur Ihre Website vorfindet. Der eine Betrieb hat eine Seite, die vor Jahren gebaut und seitdem kaum angefasst wurde: eine Sammelseite für sämtliche Leistungen, kein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, auf dem Handy lange Ladezeiten. Der andere hat eine saubere Basis und je Leistung eine eigene Seite. Im ersten Fall steht vor der Optimierung eine Aufräumarbeit, und die kostet Zeit, egal wie gut die Agentur ist. Wer Ihnen eine Summe nennt, ohne Ihre Website gesehen zu haben, rät.

Der Wettbewerb: Wer bereits vor Ihnen steht

Dieser Faktor liegt außerhalb Ihres Betriebs. Eine Suchmaschine zeigt nur eine begrenzte Zahl von Ergebnissen. Wie aufwendig es ist, nach vorn zu kommen, hängt daran, wer schon dort steht. Ein Fliesenleger, der in seiner Stadt gefunden werden will, konkurriert mit Betrieben, die ihre Website ebenfalls nur nebenbei pflegen. Ein Anbieter, der bundesweit gefunden werden will, konkurriert mit Unternehmen, die eigene Redaktionen beschäftigen. Fragen Sie früh, wen die Agentur in Ihrem Umfeld als Wettbewerb sieht und woran sie das festmacht.

Der Umfang: SEO ist kein einzelnes Produkt

SEO steht nicht für eine Leistung, sondern für ein Bündel. Welche Teile davon im Angebot stecken, ist der Punkt, an dem zwei Preise am stärksten auseinandergehen. Diese Arbeiten können enthalten sein:

Am aufwendigsten sind fast immer die Inhalte. Texte, die einen Betrieb wirklich beschreiben, entstehen nicht am Schreibtisch der Agentur allein: Jemand muss das Fachwissen liefern und gegenlesen. Ein Angebot mit Texterstellung liegt deshalb höher als eines, das Ihnen nur sagt, welche Seiten fehlen. Das sind zwei verschiedene Aufträge.

Die Dauer: Warum SEO keinen Abgabetermin hat

Eine Suchmaschine bewertet Ihre Seite laufend neu, und Ihre Wettbewerber arbeiten weiter. Zwischen einer Maßnahme und einer sichtbaren Veränderung liegen in der Regel Monate. Eine Zusammenarbeit, die früh abgebrochen wird, hat den Aufwand meist schon getragen, den Ertrag aber nicht erreicht. Die Frage ist deshalb nicht nur, was ein Monat kostet, sondern wie viele Monate Sie durchhalten wollen. Klären Sie das, bevor Sie Angebote einholen.

Projekt, Retainer oder Stundensatz: die Abrechnungsmodelle

In der Praxis begegnen Ihnen drei Modelle. Keines ist grundsätzlich besser; wer das falsche wählt, zahlt für etwas, das er nicht braucht.

Das Projekt: fester Umfang, festes Ende

Sie beauftragen ein abgegrenztes Paket: eine technische Überarbeitung, eine neue Seitenstruktur, einen Satz Texte. Umfang und Preis stehen vorher fest. Das passt, wenn Ihre Website eine Grundsanierung braucht oder wenn Sie erst prüfen wollen, wie eine Agentur arbeitet. Der Nachteil: Mit dem Projektende hört die Arbeit auf, die Suchergebnisse verändern sich weiter.

Der Retainer: fester Betrag pro Monat

Sie zahlen monatlich für laufende Arbeit. Das passt zur Natur von SEO und macht die Belastung planbar. Zwei Punkte sollten Sie kennen. Der Leistungsumfang bleibt oft schwammig; laufende Betreuung ist keine Beschreibung. Und es gibt Monate, in denen nichts Sichtbares geschieht, weil im Hintergrund gearbeitet wird. Bestehen Sie deshalb auf einer schriftlichen Monatsleistung und einem vereinbarten Bericht.

Der Stundensatz: Abrechnung nach Aufwand

Sie zahlen die tatsächlich geleistete Zeit. Das ist das transparenteste Modell, sofern die Zeiten nachvollziehbar dokumentiert sind. Es passt für abgegrenzte Zuarbeit, etwa wenn jemand im Betrieb das Marketing macht. Der Nachteil ist die fehlende Planbarkeit. Vereinbaren Sie eine Obergrenze und die Regel, dass die Agentur sich vorher meldet.

Woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen

Einen Teil der Anbieter können Sie aussortieren, bevor Sie über Geld sprechen:

Ein einzelner Punkt ist kein Ausschlussgrund, mehrere zusammen schon. Umgekehrt ist ein Anbieter, der offenlegt, was er nicht leisten kann, meist der belastbarere Partner.

Diese Fragen sollten Sie vor der Beauftragung stellen

Nehmen Sie die folgenden Fragen mit ins Gespräch. Wichtiger als die Antwort ist, ob jemand sie ohne Umschweife beantwortet.

Die Frage nach den Zugängen wird am häufigsten vergessen und ist die wichtigste. Liegen Texte, Konten und Unternehmensprofil bei der Agentur, wird ein späterer Wechsel aufwendig. Lassen Sie Konten auf Ihren Namen anlegen und die Agentur als Nutzer hinzufügen, nicht umgekehrt.

Was Ihr Betrieb selbst beitragen muss

Ein Teil des Aufwands hängt nicht an der Agentur, sondern an Ihnen. SEO braucht Wissen, das nur in Ihrem Betrieb liegt: welche Fragen Kunden am Telefon stellen, welche Aufträge sich lohnen. Jemand muss Rückfragen zeitnah beantworten, Fotos echter Arbeiten liefern statt Bildern aus dem Katalog und Texte gegenlesen.

Fehlt diese Zuarbeit, zieht sich jede Abstimmung, Termine verschieben sich, Arbeit wird zweimal gemacht. Bei Abrechnung nach Aufwand steht das auf der Rechnung, beim Retainer sehen Sie es daran, dass wenig vorangeht. Benennen Sie vor dem Start eine zuständige Person und geben Sie ihr feste Zeit dafür.

So machen Sie zwei Angebote vergleichbar

Angebote nebeneinanderzulegen und auf die Endsumme zu schauen, führt in die Irre, weil dahinter unterschiedliche Aufträge stehen. Schreiben Sie vorher selbst auf, was Sie erreichen wollen. Nicht besser gefunden werden, sondern: mehr Anfragen für die Leistung, mit der Ihr Betrieb verdient. Geben Sie allen Anbietern dieselbe Ausgangsbeschreibung.

Dann vergleichen Sie nicht mehr Summen, sondern Vorschläge. Sie sehen, wer verstanden hat, wovon Ihr Betrieb lebt, und wer nur eine Leistungsliste abschreibt. Die Preisfrage reduziert sich darauf, ob der beschriebene Aufwand zu dem passt, was Sie investieren wollen. Diese Frage kann Ihnen niemand abnehmen, aber sie ist zu beantworten, sobald klar ist, wofür gearbeitet wird.

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