Webdesign Agentur
Websites und Landingpages, die Marke und Conversion zusammenbringen.
Eine neue Website, die vorhandene Rankings, Verlinkungen und Anfragen mitnimmt — weil der Umzug geplant wird, nicht nur die Gestaltung.
Kurz beantwortet
Ein Relaunch ist zur Hälfte ein Umzug. Vor der Gestaltung steht eine Inventur aller Seiten mit ihren Zugriffen, Anfragen und eingehenden Verlinkungen. Daraus entsteht ein Weiterleitungsplan, der jede alte Adresse einer passenden neuen zuordnet. Ohne diesen Plan verliert eine neue Website regelmäßig Sichtbarkeit, die über Jahre aufgebaut wurde.
Der klassische Fehler ist die fehlende Zuordnung der Adressen. Die neue Seite hat eine neue Struktur, alte Adressen führen ins Leere, und was von außen verlinkt war, läuft gegen eine Fehlerseite. Sichtbarkeit, die über Jahre entstanden ist, verschwindet innerhalb weniger Wochen.
Der zweithäufigste ist die Sammelweiterleitung. Alle alten Adressen zeigen pauschal auf die Startseite. Für Suchsysteme ist das kaum besser als ein Fehler, und für Besucher ist es ärgerlich: Sie suchten eine bestimmte Seite und landen im Nichts.
Der dritte betrifft Inhalte. Beim Redesign wird gekürzt, weil der Entwurf schlanker wirkt. Gekürzt werden dabei oft genau die ausführlichen Seiten, die Zugriffe und Anfragen gebracht haben — sichtbar wird das erst Wochen später in den Zahlen.
Wir beginnen mit einer vollständigen Liste der bestehenden Seiten und ergänzen sie um Zugriffe, Conversions und eingehende Verlinkungen. Erst damit lässt sich entscheiden, was übernommen, zusammengeführt, überarbeitet oder abgeschaltet wird.
Das Ergebnis überrascht regelmäßig. Seiten, die intern für unwichtig gehalten werden, bringen Zugriffe, und aufwendig gestaltete Bereiche werden kaum aufgerufen. Diese Liste ist zugleich der Bauplan für die neue Struktur.
Gleichzeitig wird festgehalten, was technisch mitziehen muss: Formulare, Messung, Einwilligungslösung, Anbindungen an CRM und Werbekonten. Jeder dieser Punkte ist eine mögliche stille Unterbrechung am Starttag.
Jede alte Adresse bekommt eine dauerhafte Weiterleitung auf die inhaltlich passende neue. Wo es keine Entsprechung gibt, wird eine geschaffen oder bewusst entschieden, dass die Seite entfällt — als Entscheidung, nicht als Versäumnis.
Vor dem Start wird die neue Umgebung gegen Indexierung geschützt und danach ausdrücklich freigegeben. Eine versehentlich indexierte Testumgebung erzeugt doppelte Inhalte, eine nicht freigegebene neue Seite verschwindet dagegen komplett aus der Suche.
Nach dem Start folgt die Prüfrunde: Weiterleitungen stichprobenweise aufrufen, Fehlerseiten überwachen, Formulare mit echten Testeinsendungen prüfen, Messung und Einwilligung kontrollieren. Diese Runde gehört zum Auftrag und nicht in die Zeit danach.
Zugriffe, Anfragen und Fehlerseiten werden über einen festgelegten Zeitraum verglichen — gegen den Zustand vor dem Umzug, der vorher dokumentiert wurde. Ohne diese Ausgangsaufnahme ist jede spätere Bewertung Erinnerung.
Schwankungen in den ersten Wochen sind normal, weil Suchsysteme die neue Struktur erst erfassen. Zwischen normaler Schwankung und echtem Verlust unterscheidet man an den Fehlerseiten und an der Entwicklung einzelner wichtiger Seiten, nicht an der Gesamtsumme.
Wenn Struktur und Technik tragen und nur Gestaltung und Texte veraltet sind, ist die Überarbeitung günstiger und risikoärmer, weil keine Adressen wechseln. Ein vollständiger Relaunch lohnt, wenn die Struktur das Angebot nicht mehr abbildet oder der technische Unterbau nicht mehr gepflegt wird.
Kurzfristige Schwankungen sind üblich, weil die neue Struktur erst erfasst werden muss. Dauerhafte Verluste entstehen fast immer durch fehlende oder falsche Weiterleitungen und durch gestrichene Inhalte. Genau dagegen arbeiten Inventur und Weiterleitungsplan — eine unveränderte Entwicklung sagen wir trotzdem nicht zu.
Der Aufwand hängt an der Zahl der Seiten, der Menge zu überarbeitender Inhalte, den nötigen Anbindungen und daran, wie viel Text Sie selbst liefern. Der Umzugsteil — Inventur, Weiterleitungen, Prüfung — ist dabei ein eigener Posten, den viele Angebote gar nicht ausweisen.
Der Engpass sind selten Gestaltung oder Technik, sondern Inhalte und Freigaben. Projekte verzögern sich fast immer an fehlenden Texten und Bildern aus dem Fachbereich. Wir legen deshalb früh fest, wer welche Inhalte bis wann liefert, und planen die Startprüfung fest ein.
Das ist das Ziel. Sie erhalten Zugänge, eine Einweisung und eine Struktur, in der sich Seiten anlegen lassen, ohne die Gestaltung zu zerstören. Für tiefere Eingriffe bleiben wir ansprechbar, aber der Alltag soll nicht an einer Agentur hängen.